Mein Flug von Wien nach Kampala (über Addis Abeba) verlief ohne große Schwierigkeiten. Doch nach ca. 13 Stunden Reisezeit (ohne mein Anreise von Graz gerechnet) verspürt man – trotz all der Aufregung – eher Müdigkeit und Erschöpfung.

Flughafen Addis Abeba
Toyota Landcruiser

Nach nochmal fast 1,5 Stunden waren wir dann endlich mit Visakontrolle und Gebäckabholung fertig und wurden vom horizont3000 Fahrer am Flughafen abgeholt. Ganz passend war das Fahrzeug ein Toyoto Landcruiser (richtig Klischeehaft).

Schon bei der Fahrt vom Flughafen konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Obwohl Uganda natürlich ein ganz anderes Land ist, kam es mir – aufgrund meiner Zeit in Äthiopien – überraschend vertraut vor. Der Verkehr auf den Straßen, die Menschen, die Geräusche und und und. So habe ich bis jetzt noch keinen „Kulturschock“, sondern fühle mich eigentlich schon jetzt fast wie zuhause.

Die ersten beiden Woche verbringe ich im Gästehaus der Mill Hill Missionaries in Kampala. Zufälligerweise sind die Mill Hill Missionaries auch noch meine Projektpartner, mit welchen ich in den nächsten zwei Jahren zusammenarbeiten werde > aber dazu in einem anderen Beitrag mehr.

Bei unserer Ankunft am Samstag Nachmittag haben wir erfahren, dass einer der Fathers (also einer der Priester des Ordens) überraschend am Vortag verstorben ist. So nahm ich – obwohl sehr müde und erschöpft – noch an einem Gedenkgottesdienst am Abend teil.
Dies war für mich aus zwei Gründen sehr schön. Einerseits konnte ich schon viele der Fathers kennenlernen, da die meisten aus ihren jeweiligen Pfarren (welche überall in Uganda sind) angereist waren um sich zu verabschieden. Andererseits war es aber auch schön zu sehen, wie der Orden und die gesamte Gemeinschaft sich von einem Gemeindemitglied verabschiedet. Es war vielleicht ein sehr ungewöhnlicher Beginn dieser zwei Jahre aber ein sehr persönlicher und emotionaler.

Die ersten beiden Woche verbringe ich in der Hauptstadt um im Regionalbüro von horizont3000 noch ein sogenanntes „In-Country Training“ zu absolvieren. Dies dient einerseits dazu, die vielen Mitarbeiter:innen im Regionalbüro kennenzulernen, andererseits um noch einige wichtige Thematiken (Geschichte Ostafrikas, Interkulturelles Training, usw.) zu bearbeiten. Bis jetzt ist es zwar sehr intensiv aber schön die unterschiedlichen Projekte und Personen kennenzulernen.

Mein einziges Problem das ich bis jetzt habe, sind die vielen neuen Namen die ich mir merken muss, aber das bekomme ich sicher auch noch hin…

Regionalbüro von horizont3000 in Kampala