Wenn man an Musik in Afrika denkt, dann denkt man als Europäer erst mal an Trommeln und traditionellem Gesang. Zumindest ging es mir früher so, doch das ist nur die halbe Wahrheit:

Am Wochenende haben wir im Ndere Cultural Center in Kampala eine fabelhafte Show besucht, die uns mitgenommen hat auf eine Reise durch die Tänze und Musik Ugandas. Die Kombination von Dinner und Show haben perfekt in den Rahmen dieser OpenAir Show gepasst. Im Laufe des Abends konnten wir so die einzigartigen Tänze einzelner Regionen bestaunen, sowie die Musik mit typischen traditionellen Instrumenten wie Trommeln oder endongo (eine Art Laute) genießen. Auch wenn alleine schon durch den Anteil an Nicht-Afrikanern ganz klar davon auszugehen ist, dass es sich hierbei nicht um die tagtägliche Unterhaltungsmusik handelt, so war es dennoch eine schöne Gelegenheit in die Ursprünge der ugandische Kultur Einblicke zu bekommen.

Kleiner Funfact: Der Grundstein für das Ndere Cultural Center in seiner heutigen Form wurde durch die finanzielle Unterstützung aus Österreich gelegt. Es ist also auf jeden Fall einen Besuch wert!

Doch Uganda und der afrikanische Kontinent hat musikalisch noch viel mehr zu bieten. So habe ich am selben Wochenende beide Seiten kennenlernen dürfen: Einmal die traditionelle Seite im Ndere Cultural Center und die moderne Seite am World Music Day. Der World Music Day wurde von der Alliance française Kampala mit einem Musikfestival gefeiert. Dort traten unterschiedliche ostafrikanische Künstler:innen – aus den unterschiedlichen Genres – auf. Besonders auffallend war das bunt durchgemischtes Publikum vor Ort. Egal ob Jung ob Alt, ob Europäer oder Afrikaner ob Mann oder Frau, Musik vereint über jegliche sozialen und politischen Grenzen hinweg. So konnten auch mich manche Künstler begeistern und werden zukünftig in einer meiner Playlisten auftauchen.

Dieses Wochenende war also geprägt von Musik, sowie von der Erkenntnis, dass alt und neu sich nicht widersprechen müssen, sondern im Einklang miteinander gebracht werden können.